Im Rahmen einer kleinen nordhessischen Höfetour haben die Kreisverbände Kassel-Land und Werra-Meißner letzten Freitag gemeinsam zwei Biobetriebe besichtigt.
Bio-Gemüsehof Jana und Timo Opfermann
Zunächst führte uns Timo Opfermann über seinen Bio-Betrieb, den er gemeinsam mit seiner Frau Jana nahe Grebenstein bewirtschaftet. Seit 2017 bauen sie auf 55 ha nach Gäa-Richtlinien Getreide, Kartoffeln und vielfältiges Gemüse an, das regional – z.B. in der Kasseler Markthalle – vermarktet wird.
Schaut doch mal am Stand Nr. 56 vorbei – da gibt es neben sechs Kartoffelsorten und grüner Soße aus eigenem Anbau ein breites Obst- und Gemüsesortiment. Direktvermarktung bedeutet meistens viel Arbeit und Kreativität, aber zahlt sich durch den direkten Kontakt zwischen Erzeuger:innen und Kund:innen aus.
Biohof Tolle
Anschließend erhielten wir einen interessanten landwirtschaftlichen Einblick in Calden-Fürstenwald. Hier haben vier junge Menschen den Betrieb von Beate und Georg Tolle übernommen. Sie treibt die Frage an: Wie kann der Betrieb im Klimawandel bestehen?
Nils Tolle hat im Rahmen seinen Studiums eine Klimastrategie für den Biohof Tolle erstellt, die Möglichkeiten aufzeigt, wie auf Betriebsebene auf Klimawandelfolgen reagiert werden kann.
Deutlich wurde, dass jeder Hof vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen steht und es keine Universallösung gibt, um sich den Herausforderungen zu stellen. Wir brauchen vielfältige und kreative Lösungen – für jeden einzelnen Betrieb. Dass wir mit Klimaschutz nicht mehr warten können, sollte inzwischen klar sein.
Es freut mich sehr, dass es junge und motivierte Menschen wie auf dem Biohof Tolle gibt, die sich nicht scheuen sich diesen Herausforderungen zu stellen und ihre Betriebe weiterentwickeln wollen, was nicht immer leicht ist. Diese Betriebe müssen auf ihrem Weg unterstützt werden, denn Klimaschutz ist Schutz der Ernte.
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