Zur Haltung des hessischen Landwirtschaftsministers Ingmar Jung (CDU) bei der letzten Agrarministerkonferenz erklärt Hans-Jürgen Müller, Sprecher für Landwirtschaft der GRÜNEN Landtagsfraktion:
„Statt sich für Transparenz und Wahlfreiheit bei Neuer Gentechnik einzusetzen, unterstützt Hessen nun die Forderung, gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU nicht mehr kennzeichnen zu müssen. Das ist ein direkter Angriff auf die gentechnikfreie und ökologische Landwirtschaft, die in Hessen eine wichtige Rolle spielt – ebenso wie die hier ansässigen mittelständischen Pflanzenzuchtunternehmen. Diese Entscheidung gefährdet das Vertrauen in unsere heimische Landwirtschaft und erschwert es Verbraucher*innen, informierte Entscheidungen zu treffen.“
Zum Hintergrund:
Auf EU-Ebene wird derzeit über die Deregulierung neuer genomischer Techniken (NGT/Neue Gentechnik) in der Pflanzenzucht verhandelt. Ein zentraler Streitpunkt zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und dem Rat der Mitgliedstaaten ist die Kennzeichnung von Lebensmitteln, die mit Neuer Gentechnik erzeugt werden.




Verwandte Artikel
Wild und Wald – ein unlösbarer Konflikt?
Vortrag & Diskussion | 6. März, 19 Uhr | Kneipe Öx, Neue Straße 9, Berkatal-Frankershausen Der Zustand unserer Wälder steht unter wachsendem Druck. Klimawandel, Schädlinge, veränderte Nutzungsansprüche und nicht zuletzt…
Weiterlesen »
GRÜNE legen Gesetz zum Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft vor
Vorrang für ortsansässige Betriebe bei Pacht und Kauf von Agrarflächen Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN bringt für das nächste Plenum einen Gesetzentwurf zum Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft (GSbL) in…
Weiterlesen »
Milchbauern zahlen den Preis für politische Untätigkeit
Die aktuellen Berichte über sinkende Milchpreise und drohende Betriebsaufgaben im Werra-Meißner-Kreis zeigen deutlich: Viele Milchviehhalterinnen und -halter arbeiten unter Bedingungen, die ihnen jede Planungssicherheit nehmen. Preise werden erst nach der…
Weiterlesen »