Anlässlich eines Besuchs von Martin Häusling in Frankershausen diskutierten Landwirte, Studenten und Verbraucher mit dem GRÜNEN Europaabgeordneten über die anstehende Agrarreform der EU. Zuvor konnten sich Besucher über ökologische Schweinehaltung auf dem Hof der Betriebsgemeinschaft ÖX informieren.
Der Saal der Kneipe Öx war am Montagabend bis auf den letzten Platz besetzt. Mit dabei waren auch der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner Torsten Möller aus Herleshausen und Gita Sandrock aus Reichensachsen für die Bioland Gruppe Werra Meißner. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Hessischen Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Müller aus Witzenhausen. Über zwei Stunden lebhafte Diskussion und Nachfragen zeigen: Europa ist wichtig, Landwirtschaft interessiert, Artenvielfalt und Klimaschutz werden wir nur gemeinsam erreichen.
Martin Häusling, Mitglied im EU-Parlament, berichtete über den aktuellen Stand der EU-Agrarpolitik. Nach aktueller Planung der EU-Kommission sollen 60-70 Prozent der Zahlungen an Landwirte weiterhin nur in Bezug auf die Größe der Anbaufläche der Betriebe erfolgen und die nationale Ausrichtung innerhalb der EU-Mitgliedsländer noch verstärkt werden. Die Bindung der Agrarförderung an Umweltleistungen wurden nach Häusling von der EU-Kommission zwar breit angekündigt findet sich jedoch in den Entwürfen zur Agrarreform nur in einem geringen Umfang wieder. „Diese Haltung ist rückwärtsgewandt“, so Häusling „und steht im Widerspruch zu den Willensbekundungen der EU-Zivilgesellschaft, zu den Vorschlägen vieler Wissenschaftler und den Forderungen des Europäischen Rechnungshofes.“ Die Grünen fordern eine verbindliche Koppelung der Direktzahlungen an gesellschaftlich erwünschte Leistungen wie Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität, Gewässerschutz und Tierwohl.




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