Wissenschaftsministerin Angela Dorn besuchte heute den Uni-Standort Witzenhausen und überreichte zwei Förderbescheide über Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von insgesamt rund 668.000 Euro. Zwei wegweisende Projekte werden unterstützt. Durch das eine Projekt soll sich der Werra-Meißner Kreis zum Zentrum für Startups in den Bereichen der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft entwickeln. Das andere soll Innovationsnetzwerke zur nachhaltigen Ressourcennutzung fördern.
„Auf unsere Region hat die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern im Bereich der ökologischen Landwirtschaft eine sehr positive Auswirkung. Junge Unternehmen, die sich im Werra-Meißner Kreis niederlassen, stärken die regionale Wirtschaft und beleben den ländlichen Raum“, so Hans-Jürgen Müller, agrarpolitischer Sprecher der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag.
„Viele Studierende am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften wollen nach dem Studium ein Unternehmen gründen. Einige Absolventen haben diesen Schritt bereits erfolgreich vollzogen. Ich freue mich, dass die Europäische Union Initiativen der Uni Witzenhausen fördert. Wir brauchen Innovationen im Bereich der ökologischen Landwirtschaft und nachhaltigen Ressourcennutzung, nicht zuletzt, um die Klimaziele zu erreichen“, findet Hans-Jürgen Müller.
Das Projekt „Innovationsnetzwerke Ressourceneffizienz (InRess) – Netzwerk Ressourceneffizientes Bauen und Netzwerk Ökologische Landwirtschaft“ wird mit rund 498.000 Euro gefördert. Es schafft Plattformen für eine Zusammenarbeit
zwischen Hochschulen und Unternehmen aus der Region im Bereich des nachhaltigen Bauens und der ökologischen Landwirtschaft. In den Netzwerken geht es zum Beispiel um die Frage, wie man Baumaterialien noch besser recyceln oder aus Bioabfällen noch mehr Nährstoffe für die Landwirtschaft ziehen kann.
Das Projekt „Entwicklung eines Startup-Hotspots für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft im Werra-Meißner Kreis“ richtet sich an Gründerinnen und Gründer aus der Universität Kassel, die sich in der Land- und Ernährungswirtschaft selbstständig machen wollen. Zu den Angeboten zählen Intensivkurse und Coachings, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die wichtigsten Grundlagen rund um die Unternehmensgründung vermittelt kriegen. Zudem soll es regelmäßige Netzwerktreffen geben, bei denen junge Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Geschäftsideen präsentieren und von etablierten Profis beraten werden. Das Projekt wird mit rund 170.000 Euro gefördert.
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