Heute wird im Europäischen Parlament in Brüssel über die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) für die nächste Förderperiode debattiert. Anschließend folgt die Abstimmung über die Position des EU-Parlaments für die anschließenden Verhandlungen mit dem Rat und der Europäischen Kommission. Die Ergebnisse sind entscheidend für die Ausrichtung der zukünftigen Landwirtschaft.
Hans-Jürgen Müller, Sprecher für Landwirtschaft der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag kommentiert die aktuellen Verhandlungen:
„Landwirtschaftliche Betriebe erhalten eine beachtliche Unterstützung aus der EU. Allein an Direktzahlungen – die zu 100% von der EU kommen – fließen knapp elf Millionen Euro pro Jahr an die Landwirtinnen und Landwirte im Werra-Meißner Kreis. Diese Zahlungen machen rund 40 % des landwirtschaftlichen Einkommens aus. Die Ergebnisse aus Brüssel haben für die Landwirtschaft hier vor Ort also eine große Bedeutung. Bisher erhalten landwirtschaftliche Betriebe die meisten Zahlungen pauschal pro Hektar Land. Diese unqualifizierte Verteilung von öffentlichen Geldern steht einer zukunftsfähigen, Landwirtschaft im Weg. In Zukunft sollten Steuergelder nicht mehr für Landbesitz ausgezahlt werden, sondern für Maßnahmen zum Schutz von Umwelt, Klima und Tieren. Nur so können wir die Herausforderungen unserer Zeit angehen und eine zukunftsfähige und gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft voranbringen.“




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