Hans-Jürgen Müller, Sprecher für Landwirtschaft der GRÜNEN Landtagsfraktion zur Kooperationsvereinbarung Landwirtschaft und Naturschutz in Hessen in der aktuellen Stunde im September-Plenum:
„Der Erhalt von Artenvielfalt und Lebensräumen in unserer Agrarlandschaft ist dringend nötig. Naturschutz und Landwirtschaft müssen und können kooperieren. Das zeigt die erfolgreiche Kooperationsvereinbarung Landwirtschaft und Naturschutz und der erzielte Erfolg des Runden Tisches. Die Stärkung von Biotopverbünden, der Insektenschutz und der Schutz von Boden und Gewässern durch eine geplante Pestizidreduktionsstrategie sowie der massive Ausbau der Biodiversitätsberatung sind wegweisend für eine Verbesserung der Situation in Hessen. Die Landwirtinnen und Landwirte im Werra-Meißner Kreis werden, wegen der zahlreichen Schutzgebiete im Kreisgebiet, im besonderen Maße von den Vereinbarungen profitieren können.“
Die Klimakrise, der Verlust der Artenvielfalt sowie die hohe Belastung von Boden und Grundwasser stellen uns in den kommenden Jahrzehnten vor große Herausforderungen. „Naturschutz und Landwirtschaft müssen und können kooperieren. Die Rahmenbedingungen, wie es für alle Beteiligten gut umsetzbar und zielführend möglich ist, wurden mit dieser Kooperationsvereinbarung festgeschrieben. Das gesamte Maßnahmenpaket wird zu einem guten Zusammenwirken aller Beteiligten und zur Stärkung des Naturschutzes führen. Der erfreulich konstruktive Verlauf der Verhandlungen zeigt, dass allen Beteiligten bewusst ist, dass es um nichts Geringeres als unsere Lebensgrundlage geht“, so Müller.
„Aber nicht nur die Art der Landbewirtschaftung ist“, so Müller weiter, „Ursache für den Biodiversitätsverlust, sondern auch die zunehmende Flächenversiegelung für Industrie, Gewerbe und Logistikgebiete und die nächtliche Lichtverschmutzung beim Ausleuchten von Industrieanlagen. Auch diese Problemlage wird in dem Kooperationsabkommen angesprochen.“
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