Das ist ein bitterer Beschluss für die Verbraucher*innen und Landwirt*innen. Wird er umgesetzt, kann man beim Einkauf künftig nicht mehr erkennen, ob ein Lebensmittel gentechnisch verändert wurde. Außerdem könnte NGT-Saatgut patentiert werden. Das bedroht die Unabhängigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und der hessischen Saatgutzüchter. Für Hessen ist das Trilog-Ergebnis ein gravierender Einschnitt, denn unser Bundesland hat jahrzehntelang konsequent auf gentechnikfreie Landwirtschaft gesetzt. Diese klare Linie war ein Qualitätsversprechen und ein verlässlicher Rahmen für die bäuerlichen Betriebe im Land. Durch die heutige Entscheidung geraten ganze Wertschöpfungsketten unter Druck. Der hessische Landwirtschaftsminister hat diesen Deregulierungskurs aktiv unterstützt und nimmt die Risiken bewusst in Kauf. Statt die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen und die Interessen bäuerlicher Betriebe zu verteidigen, stellt sich die Landesregierung an die Seite der Agrarkonzerne. Das ist der falsche Kurs für Hessen und ein Rückschritt für eine verantwortungsvolle und zukunftsfähige Landwirtschaft.“




Verwandte Artikel
Prävention statt Prämien: EU-Gelder müssen wie vorgesehen in den Hochwasserschutz fließen
Hans-Jürgen Müller, landwirtschaftlicher Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion: „Extreme wie Starkregen und Dürren häufen sich – und zeigen, wie entscheidend vorbeugender Hochwasserschutz für Hessens Städte und Gemeinden ist. Wasserrückhalt in Wald…
Weiterlesen »
Zukunft von Biogas
Wichtiger Teil der Energiewende oder Auslaufmodell? Welche Rolle kann Biogas künftig für eine verlässliche und klimafreundliche Energieversorgung spielen? Die Frage betrifft nicht nur Anlagenbetreiber, sondern auch Kommunen und Verbraucher:innen –…
Weiterlesen »
Wild, Wald und Landwirtschaft: Wie gelingt die Balance?
Wie groß das Interesse an den Themen Wald, Wild und Jagd ist, zeigte sich schon zu Beginn der Veranstaltung: Im Niemeyerhaus mussten noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Gemeinsam mit Hans-Jürgen…
Weiterlesen »