Erntesaison in Hessen gestartet
In Hessen hat die Erntesaison begonnen. Mit der zunehmenden Spezialisierung der Anbaubetriebe ist auch die Nachfrage nach kurzfristig beschäftigen Arbeitskräften für die Ernte stark angestiegen. Insbesondere zu Erntezeiten müssen in den Betrieben in kurzer Zeit schwere körperliche Arbeiten verrichtet werden. Da sich in Deutschland keine Arbeitskräfte für diese Arbeit finden, kommt ein Großteil der Saisonarbeiter*innen aus Drittstaaten wie z.B. Polen, Rumänien oder neuerdings auch Georgien.
Hans-Jürgen Müller, Sprecher für Landwirtschaftspolitik in der Landtagsfraktion der Grünen, dazu in der aktuellen Stunde des Hessischen Landtages:
„Wenn man in Deutschland keine Menschen für diese Tätigkeiten findet, muss man sich schon mal Gedanken machen, was hier faul ist. Immer wieder werden Missstände bei der Beschäftigung und Unterbringung der Saisonarbeitskräfte bekannt. Gründe für die Missstände gibt es viele. Billige Lebensmittelpreise z.B. fördern sicher keine fairen Löhne. Wir stehen als Politiker*innen in der Verantwortung diese Entwicklung mit geeigneten Maßnahmen und dem Setzen von Rahmenbedingungen zu begleiten und dafür zu sorgen, dass Arbeitnehmer*innen einen fairen Lohn bekommen und ordentlich untergebracht werden – vor allem in Zeiten einer Pandemie“.
Hintergrund:
Die drei hessischen Regierungspräsidien haben zusammen mit dem zuständigen Sozialversicherungsträger in 2020 landwirtschaftliche Betriebe und Betriebe der Weinwirtschaft auf die Einhaltung der Hygieneregelungen bei der Arbeit und bei der Unterbringung kontrolliert. Der Abschlussbericht ist hier als pdf abrufbar: http://www.arbeitswelt.hessen.de/sites/awh/files/dateien/abschlussbericht_saisonarbeitskraefte_in_der_landwirtschaft_beratung_und_ueberwachung_zum_schutz_von_ernt_und_saisionarbeitskraeften_vor_sars_cov_2.pdf




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