Anhörung bestätigt Handlungsbedarf auf Hessens Bodenmarkt: Landesregierung bleibt Antworten schuldig

Hans-Jürgen Müller, Sprecher für Landwirtschaft der GRÜNEN Landtagsfraktion, zur zweiten Lesung des Gesetzentwurfs zum Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft:        
„Die Landesregierung behauptet weiterhin, auf dem hessischen Bodenmarkt gebe es keinen besonderen Handlungsbedarf. Die Stellungnahmen zur Anhörung zeichnen jedoch ein anderes Bild: Steigende Kauf- und Pachtpreise, Flächenkonzentration und Herausforderungen bei der Hofnachfolge werden von zahlreichen Verbänden und Fachleuten klar benannt. Wir haben die Anregungen aufgegriffen und unseren Gesetzentwurf nachgeschärft. Damit stärken wir die Ernährungssicherung, schaffen mehr Transparenz auf dem Bodenmarkt und verbessern die Chancen aktiver Landwirtinnen und Landwirte beim Zugang zu Flächen. Statt sich dieser Debatte zu stellen, haben CDU und SPD sogar eine mündliche Anhörung verhindert. Umso bemerkenswerter ist das Ergebnis: Die Frage ist längst nicht mehr, ob Handlungsbedarf besteht, sondern wie gehandelt werden soll. Wer regionale Landwirtschaft und lebendige ländliche Räume in Hessen erhalten will, darf nicht warten, bis wir dieselben Fehlentwicklungen erleben wie andere Bundesländer. Dort zeigt sich: Eine vielfältige Agrarstruktur ist kein Selbstläufer.“

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