Hans-Jürgen Müller, Sprecher für Landwirtschaft der GRÜNEN Landtagsfraktion, zur aktuellen Berichterstattung über Belastungen hessischer Gewässer:
„Die aktuelle Berichterstattung über die massive Ausbreitung der Wasserpest in hessischen Hafenbecken und der Bericht des HLNUG machen deutlich, dass beim Gewässerschutz dringender Handlungsbedarf besteht. Hitze und Niedrigwasser verschärfen die Situation zusätzlich. Gleichzeitig führen hohe Stickstoffüberschüsse aus der landwirtschaftlichen Düngung zu erheblichen Nährstoffeinträgen in unsere Gewässer. Sie fördern die Überdüngung von Flüssen und Seen, verschlechtern die Grundwasserqualität und beeinträchtigen die Artenvielfalt. Die Landesregierung muss daraus endlich die richtigen Konsequenzen ziehen. Hessen braucht eine konsequente und verursachergerechte Strategie, um die Stickstoffüberschüsse aus der Landwirtschaft deutlich zu reduzieren. Dazu gehört auch sich im Bundesrat für schärfere Düngereglungen einzusetzen. Wer unsere Gewässer dauerhaft schützen will, muss die Nährstoffeinträge an der Quelle verringern, statt die Folgen immer wieder mit großem Aufwand zu beseitigen. Die Folgekosten tragen im Übrigen am Ende die Verbraucher*innen über steigende Wasserpreise. Das ist weder nachhaltig noch gerecht.“




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