Landesregierung stellt Ausbauziele für Ökolandbau infrage
Die Hessische Landwirtschaft hat seit vielen Jahren einen Spitzenplatz bei dem Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche im Vergleich der Bundesländer. Das bedeutet ein Mehr an Umwelt- und Naturschutz für unser Bundesland. Unter der neuen Landesregierung droht Hessen diesen Spitzenplatz zu verlieren, denn die neue schwarzrote Landesregierung will sich, laut Minister Jung, von den bisher geltenden Ausbauzielen verabschieden.
Damit stellt der Minister auch die am Runden Tisch Landwirtschaft und Naturschutz, mit dem Berufsstand und den Naturschutzverbänden getroffene Vereinbarung von 2021 und den aktuellen Pestizidreduktionsplan in Frage. Auch in der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen, dem Klimaplan und dem aktuellen Ökoaktionsplan Hessen ist das 25 % Ausbauziel bis 2025 verankert.
Hans-Jürgen Müller, Sprecher für Landwirtschaft der GRÜNEN Landtagsfraktion:
„Der neue Landwirtschaftsminister Ingmar Jung will sich von den hessischen Ausbauzielen für den Ökolandbau verabschieden– und gefährdet damit den Spitzenplatz, den Hessen seit vielen Jahren beim Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen innehat. Das geht zulasten des Umwelt- und Naturschutzes und auch zulasten der Planungssicherheit für die Betriebe. Mit seiner Entscheidung kündigt der Minister leichtfertig zentrale, gemeinsam mit dem Berufstand und den Naturschutzverbänden getroffene Vereinbarungen der letzten Jahre auf. Zu seiner Ankündigung, in der Landwirtschaftspolitik auf Dialog zu setzen, passt dieses Vorgehen nicht.“




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