Wenn Landwirt*innen ihre Produkte verkaufen – egal ob Getreide für die Brotherstellung oder Milch und Fleisch – verlässt auch einiges an Phosphor den Betrieb. Dieser wichtige Pflanzennährstoff muss den Böden wieder zugeführt werden.
Die Phosphorvorräte sind endlich, deshalb ist der Import von Phosphor zur Düngerherstellung, zum Beispiel aus Nordafrika, nicht nachhaltig. Viel besser und zukunftsträchtiger im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wäre es, den Phosphor aus Klärschlamm zurück zu gewinnen.
Einen wichtigen Schritt für diese Technologie unterstützt die Hessische Landesregierung. Unter anderem lässt sie beim Hessischen Landeslabor die Phosphorverfügbarkeit für die Pflanzen im Rahmen eines Gefäßversuchs untersuchen.
Die Pflanzenverfügbarkeit ist ein wesentliches Kriterium, ob der beispielsweise aus Klärschlamm ausgefällte sehr reine Phosphor als Dünger geeignet ist.
Bei einem Besuch am Standort Kassel-Harleshausen konnte ich schon mal die sehr vielversprechenden Zwischenergebnisse begutachten. Einer der getesteten Dünger soll auch eine Zulassung für den Einsatz im Ökolandbau in Europa bekommen.



Verwandte Artikel
Prävention statt Prämien: EU-Gelder müssen wie vorgesehen in den Hochwasserschutz fließen
Hans-Jürgen Müller, landwirtschaftlicher Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion: „Extreme wie Starkregen und Dürren häufen sich – und zeigen, wie entscheidend vorbeugender Hochwasserschutz für Hessens Städte und Gemeinden ist. Wasserrückhalt in Wald…
Weiterlesen »
Zukunft von Biogas
Wichtiger Teil der Energiewende oder Auslaufmodell? Welche Rolle kann Biogas künftig für eine verlässliche und klimafreundliche Energieversorgung spielen? Die Frage betrifft nicht nur Anlagenbetreiber, sondern auch Kommunen und Verbraucher:innen –…
Weiterlesen »
Wild, Wald und Landwirtschaft: Wie gelingt die Balance?
Wie groß das Interesse an den Themen Wald, Wild und Jagd ist, zeigte sich schon zu Beginn der Veranstaltung: Im Niemeyerhaus mussten noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Gemeinsam mit Hans-Jürgen…
Weiterlesen »